"If you aren't a speaker of the language, the electro pop sounds too fun to be comparing, ahem, men parts to potatoes, but that's what makes Yelle so great - ability to draw the uncanny in their lyrics without detracting from danceability. "Safari Disco Club" is about just that - a place for the the giraffes and elephants to get their groove on." - via
Liebhaber(innen) des deutschsprachigen Films wissen: Wer hier hollywoodesken Explosionsmomenten oder budgetsprengenden Special Effects entgegenfiebert, der wartet meist vergebens. Genau wie ihr audiovisuelles Pendant, verzichtet auch die deutschsprachige (Pop-)Musik in der Regel auf tösenden Trommelwirbellärm und alles vereinnahmende Basslastigkeit.
Gottseidank - denn es geht viel mehr um das Zwischen-den-Zeilen-Hören. Eben um den leisen Unterton, der sich erst durch das Aufspüren der in ihm eingeschlossenen Emotionen zu großer Musik entfalten kann. Worte bleiben kein notwendiges Beiwerk, um ein Stück von ähnlich Klingendem unterscheidbar zu machen. Sie beweisen sich als lyrische Untermalung, die einer einzigartigen Melodie erst den finalen Anstrich verpasst - denn nur durch das Zusammenspiel von Text und Ton lässt sich ein musikalisches Kunstwerk pinseln.
Hält man sich an diese, von mir aufgestellten Voraussetzungen für gelungene deutschsprachige Songs, so lässt sich zu Teilen auch das neue Album "mob" des gleichnamigen Quartetts aus Wien, ohne zu zögern in genannte Kategorie einordnen. Wer das Debütalbum "Mich kriegt ihr nicht" kennt und mag, wird sich, trotz musikalischer Weiterentwicklung, sicher auch mit dem Neuling anfreunden können. Mal schwermütig, mal leichtfüßig, beweisen die vier erneut, dass sich ein Gefühl eben immer noch am besten durch Musik ausdrücken lässt. Wer den Versuch wagen will, sich von der Band auf eine Reise in die Feinfühligkeit der deutschen Sprache entführen zu lassen, der sollte schleunigst die Koffer packen und gemeinsam mit den vier Wienern die Tonleitern in Richtung mob'scher Mikrokosmos hinaufklettern.
Tracklist: 1. Ich bin leicht (Empfehlung) 2. Lass uns hier verschwinden (Empfehlung) 3. Hinter den Mauern 4. Hundeleben 5. Nichts als Luft 6. Stein im Mosaik 7. Ich träume auch so 8. Bis einer weint 9. Schäbiges Lokal 10. Es tut weh und es ist gut (Empfehlung)
Wer mit den Begriffen Old-School R&B oder Neo-Soul bisher nicht viel anfangen konnte, der wird an dieser Stelle hoffentlich feststellen müssen, dass dies nicht nur eine Bildungs-, sondern insbesondere eine Bestandslücke in der eigenen Musiksammlung darstellt.
Was mich dazu bringt, an dieser Stelle solch eine Behauptung aufzustellen, ist die Bekanntmachung, dass der (im wahrsten Sinne) ausgezeichnete Raphael Saadiq Anfang März mit "Stone Rollin'" sein bereits fünftes Studioalbum veröffentlicht - seit heute gibt es ein Video zur ersten Auskopplung namens "Radio" zu sehen. Ob das musikalische Multitalent mit dem neuen Werk an die Chart- und Grammy-Erfolge seines vorhergehenden Albums "The Way I See It" (2008) anknüpfen kann, wird sich zeigen.
Der aus Kalifornien stammende Sänger, Songschreiber und Produzent beschreibt seinen neuen Langspieler selbst folgendermaßen: "Both the attraction and reaction to my music from my listeners has giving me all that I need to continue pushing the envelope and making music that wakes and rocks the soul of many, Its Ready, I'm Ready, and I know the world is Ready, Lets all go Stone Rollin."
"Stone Rollin'" erscheint am 22. März über Columbia Records, die Single "Radio" gibt’s ab Dienstag bei iTunes zu kaufen.
Album Tracklist: 1. Heart Attack 2. Go To Hell 3. Radio 4. Over You 5. Stone Rollin' 6. Day Dreams 7. Moving Down The Line 8. Just Don’t 9. Good Man 10. The Answer
Ich weiß noch ganz genau, dass ich bereits vor einiger Zeit einen super Vorsatz für 2011 gefasst hatte - zu dumm nur, dass mir jener Geistesblitz zum Jahreswechsel irgendwie nicht mehr so recht einfallen wollte. Das hatte also zur Folge, dass ich mir um kurz vor null spontan eine neue Absicht überlegt habe, die, wie ich finde, eigentlich auch nicht schlecht geworden ist - und zwar, gute Vorsätze für 2012 rechtzeitig aufzuschreiben!
Nachträglich hinzu kam, in Zukunft wieder regelmäßig(er) zu schreiben. Ich bin wahrscheinlich auch so ziemlich die einzige Musikbloggerin im ganzen www, die es verpasst hat, die Wahl der liebsten LPs und Songs des abgelaufenen Jahres zu dokumentieren - es besteht allerdings noch ein Funken Hoffnung, dass besagte Informationen in Kürze nachgereicht werden. Solange gibt’s ein sehr gelungenes Video zu "Basic Space" von the xx, dessen (fast) gleichnamiges Album "xx" zu meinen Favoriten des bereits vorletzten Kalenderjahres gehört. Entstanden ist das ganze im Rahmen der "Surveillance"-Serie von Pitchfork TV, bei der verschiedene Live-Performances durch die simulierte Überwachungskamera gefiltert werden: